Der Blog beeinhaltet private Erlebnisse
Vorne weg wieder einmal eine interessante Reaktion unseres westlichen Blätterwältchen. Die Nachrichten überschlagen sich regelrecht, dass die so genannte Wärungsreform in Nordkorea gescheitert sind und zwei verantwortliche Finanzpolitiker hingerichtet wurden.
Kaum eine Zeitung hatte großartig über das von Anfang an zweifelhafte Vorhaben vom Dezember vergangenen Jahres berichtet. So lange ist der Versuch inzwischen schon wieder her.
Hier ein paar Schlagzeilen:
Spiegel: Finanzpolitiker nach gescheiterter Währungsreform angeblich hingerichtet
N-TV: Desaströse Währungsreform Pjöngjang richtet Funktionäre hin
Die Presse: Nordkorea: Zwei Hinrichtungen wegen Währungsreform
Klar war bereits zu diesem Zeitpunkt, dass das Regime des nordkoreanischen Potentaten ein verheerendes Programm forderte, über welches ich damals einen Artikel beim EMFIS geschrieben hatte.
Im Zuge dieser Reform wurde das bisherige Geld kurzerhand entwertet wird. Zwar konnte das alte Geld gegen Neues eingetauscht werden, allerdings nur bis zu einer Höchstgrenze von umgerechnet rund 80 Dollar für Bargeld und 120 Dollar für Bankeinlagen. Jeder Geldbetrag, der darüber hinausging, verviel wertlos.
Die nordkoreanische Regierung brchte damit ihre ohnehin bettelarme Bevölkerung um ihr sauer Erspartes. Fast noch schlimmer ist, dass durch die Reform vor allem den privaten Händlern das Handwerk gelegt werden sollte. Der Verkauf von Lebensmitteln und anderen Waren auf privaten Märkten ist nach den Gesetzen des Landes illegal. Dennoch war klar, dass wenn dieser fortfällt, und gleichzeitig Millionen Bürger ihre Ersparnisse verlieren, neue Hungerkatastrophen – die sich aktuell ohnehin bereits anbahnen - geradezu vorprogrammiert sind.