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Auch so etwas gibt es in China. Seit Januar behält das Dongguan Maternal & Child Hospital Healthcare ein Baby regelrecht in Geilselhaft. Hintergrund ist, dass die Eltern die Kosten von 40.000 Yuan im Zusammenhang mit der Entbindung nicht zahlen können. Dieses Thema hatte die Dongguan Times aufgegriffen und Ende April veröffentlicht.
Wie es heist, hatten die Eltern vor der Endbindung eine erste Zahlung in Höhe von 1.200 Yuan geleistet. Da sie weiter kein Geld haben, können sie nicht die erstellte Arztrechnung von fast 40.000 RMB zahlen. Diese Summe entspricht einem Jahresgehalt in China (dabei eher in der Stadt, nur als Durchschnitt). Diese Summe verdient der Vater bei weitem nicht, siehe weiter unten. Die Dongguan Times hat auf ihrer Titelseite den Vater Liu Bohu abgebildet, wie er auf dem Krankenhaus- Infoterminal seine Rechnung überprüft.
Das Kind befindet sich nun schon seit über 100 Tagen im Krankenhaus ohne einmal zu Hause gewesen zu sein. Der Leiter der Pädiatrie des Krankenhauses, Yang Yong sagte gegenüber den Reportern, dass das Krankenhaus keine andere Wahl hätte.
Der 32 jährige Vater kommt aus dem Dorf Xiniupo in der Nähe der Stadt Dalang. Er arbeitete er als Wachmann in Chang'an, wo er 900 RMB pro Monat verdiente. Umittelbar mit der Endbingung hatte Liu seinen Job verloren und versucht nun, sich mit dem Krankenhaus auf eine Ratenzahlung zu einigen.
Die Mutter des Kindes musste bereits im achten Monat ins Krankenhaus, da sie Fruchtwasser verloren hatte.
Wie das medizinische Personals des Krankenhaus gegenüber der Zeitung berichtete, hätten auch die 1.200 Yuan Anfangszahlung bei weitem nicht gereicht. Aber der Zustand der Mutter war so ernst, dass man aus humanitären Gründen dennoch eine Aufnahme und die Enbindung durchgeführt habe.
Inzwischen haben die Eltern glaubhaft nachweisen können, dass keinerlei Mittel zur Verfügung stehen. Der Pädiatrieleiter Yang Yong sieht sich nun veranlasst, das Kind doch herauszugeben.
Bei aller Kritik an der Handlungsweise des Krankenhauses zeigt diese doch, mit welchen gravierenden Mängeln das chinesische System der sozialen Sicherheit zu kämpfen hat. 40.000 RMB an Arzthonoraren ist eine astronomische Summe so der Vater Liu Bohu.