China schickt australischen Rio Tinto-Manager hinter Gitter
29.03.2010
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Durch Ingo
Ein Gericht in Shanghai hat vier Mitarbeiter des Bergbaukonzerns Rio Tinto die wegen Korruption und der Entwendung von Staatsgeheimnissen angeklagt waren, zu harten Gefängnis- und hohen Geldstrafen verurteilt. Stern Hu, der Rio Tintos Eisenerzaktivitäten in China leitete wurde zu sieben Jahren Gefängnis für die Annahme von Bestechungsgeldern sowie zu fünf Jahren für den Diebstahl von Handelsgeheimnissen verurteilt. Von dieser Strafe müsse Hu zehn Jahre absitzen und zudem eine Geldbuße von 500.000 Yuan (73.250 USD) zahlen. Darüber hinaus werden Hu Vermögenswerte im Wert von weiteren 500.000 Yuan konfisziert. Drei weitere Rio-Manager, allesamt chinesische Staatsangehörige, wurden, ebenfalls wegen Bestechlichkeit und Geheimnisverrats, zu 7 bis 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Wie das Gericht ausführte, habe die Verletzung der Geheimhaltung den chinesischen Stahlproduzenten große Verluste verursacht, da diese so bei Verhandlungen über die Festlegung der Eisenerzpreise benachteiligt gewesen seien.
Der australische Außenminister Stephen Smith erklärte am Montag, dass die Urteile in dem Fall China gegen Rio nach jedem Maßstab hart ausgefallen seien. Der Konzern selbst hat sich von seinen Mitarbeitern und deren Handlungen bereits distanziert. Rio Tintos Verhältnis zu China hatte in den letzten Monaten ohnehin gelitten, da der Minengigant eine geplante Beteiligung eines staatlichen chinesischen Unternehmens in Höhe von 19,5 Milliarden Dollar kurzfristig abgesagt hatte und stattdessen ein Joint Venture mit dem Wettbewerber BHP Billiton eingegangen war.